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Rennen

Ich renne, renne um mein Leben. Alles ist Düster um mich herum, es ist alles Schwarz. Ich fühle es, wie es sich mir nähert, wie sein eisiger Atem meinen Nacken berührt. Ich spüre, wie die Luft in meinen Lungen langsam eisig und schwer wird, und jegliche Kraft aus meinem Körper gleitet. Nein, ich will noch nicht aufgeben, das war noch nicht das Ende.Irgendetwas streift über meinen Kopf, ein Flügel, vielleicht eine Eule, die gerade ihre Beute im Dunkeln gesichtet hat. Die arme Maus, ich weiß, wie sie sich fühlt. Der Schnee an meinen nackten Füßen klebt, das kurz aufgeschmolzene Eis verwandelt sich in Sekunden wieder in ihre ursprüngliche Konsistenz. Bald werde ich eine Statue aus gefrorenem Wasser. Es fängt in meiner Lunge an, weitet sich auf meine Gliedmaßen aus und nun zuletzt müssen meine Gedanken daran glauben. Mein letzter Gedanke wird sein, warum ich es nicht habe kommen sehen, wie ich so blind sein konnte, wie ich nicht auf die Zeichen geachtet habe. Ich Naivchen! Wie konnte ich bloß so dumm sein, wie konnte ich das alles zulassen. Nein, ich muss mich zusammenreißen, meine letzten Reserven wieder aus mir herauspressen. Jetzt ist der Moment da, mich zu beweisen, jetzt kann ich es schaffen, keiner macht mich kaputt! Es ist still, ich höre nichts mehr, nur noch die Schritte meiner kalten Füße im Schnee, dieses dumpfe Quietschen. Ist es nun weg ? Oder er, oder sie ? Ich weiß nicht mal, was mich verfolgt, aber es ist noch da, ich kann es fühlen. Es sehnt sich danach mich zu schnappen, mich zu besitzen.Ich setze mich erschöpft auf einen Baumstamm, ringe nach Luft. Es tut fast schon weh zu atmen. Ich weiß nicht, ob es schlauer wäre zu laufen, zu entkommen, oder einige Minuten zu rasten, den Schmerz zu ertragen. Er breitet sich aus, nimmt mir jegliche Luft, es drückt mir auf die Brust. Egal, was ich jetzt tun werde, es wird das Ende sein, es wird mich aufspeisen, innerlich zerreißen, mir keine Alternative geben. Ich weiß nicht wohin, der Schmerz überkommt mich, ich habe keine Kraft auf zu stehen, ich habe keine Kraft mehr zu rennen, es wird mich einholen. Und da steht es vor, in einer Kapuze, einem schwarzen Gewand, sein Blick ruht auf mir. Es starrt mich an, es braucht nichts zu sagen. Sein Gesicht ist verborgen, es gibt sich mir nicht zu erkennen. Wer bist du? - rufe ich zu ihm. Es antwortet nicht, es nähert sich mir nur. Seine nackten Füße blitzen unter dem Gewand hervor, sie scheinen genauso vereist sein wie meine. Es hat aber Kraft, obwohl es schnauft. Es kommt näher, es packt mich an der Schulter. Seine Augen funkeln mich an, es ist mir so vertraut. Es neigt seinen Kopf zu mir, fordert mich auf ihn zu identifizieren. Ich nehme ihm die Kapuze ab, ich hatte recht, ich kannte es. Es schaut mich an, ich schau mich selbst an. Ich rannte die ganze Zeit vor mir selbst weg.
3.12.15 00:15


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Leben

Das Leben zieht an dir vorbei,all die Momente,die du wolltest wieder erleben.All das Lachen, die Wärme, die Liebe, das auf Wolke – 7 - Schweben. Nun sitzt du da,kein Licht, keine Helligkeit, die Dunkelheit wacht über dich.Du siehst, wie sich sogar dein Schatten in der Ecke erbricht. Er lacht dich aus, lacht über deine Schwäche.Wo sind sie hin, die tollen durchgetanzten Nächte?Du erkennst nur noch Formen, siehst ihre Farben nicht mehr scharf,die Tränen strömen dir über das Gesicht,als wie man Steine nach dir warf. Das Leben zieht an dir vorbei,du denkst an all das Gute, du hoffst weiter, dass das Schicksal endlich etwas positives für dich tue!Es ist alles Selbstmitleid, alles nur eine Frage des Denkens. Du reißt dich zusammen, lässt deine Gedanken in die Vergangenheit senken. Für eine Sekunde erlebst du wieder Stärke in deinem Leben,es wäre aber besser gewesen,wärst du nur zu Hause geblieben.
3.12.15 00:18


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